Politik: Friedrich, Unionsfraktions-Vizechef: “Griechenland muss nicht im Euro bleiben – ich habe schon seit 2009 empfohlen, Griechenland muss aus dem Euro heraus” 

Politik: Friedrich, Unionsfraktions-Vizechef: “Griechenland muss nicht im Euro bleiben – ich habe schon seit 2009 empfohlen, Griechenland muss aus dem Euro heraus” 

Hans-Peter Friedrich, CSU, Unionsfraktions-Vizechef, heute bei n-tv zur Zukunft Griechenlands in der Eurozone und zu einem neuen Hilfspaket

“Es geht darum, sich mal anzuschauen, ob die Griechen zu dem bereit sind, was man von Anfang an von ihnen verlangt hat, nämlich zu Reformen. Und bevor der Jubel der Kommission alle Realitäten überdeckt, denke ich, werden wir uns das ganz genau anschauen, ob das, was da jetzt vorgelegt ist, wirklich seriös ist. Das Zutrauen der Parlamentarier in Berlin jedenfalls ist nicht sehr groß.”

Zur Haltung in der Union zu einem neuen Hilfspaket für Griechenland:

“Wir akzeptieren keine Taschenspielertricks der Kommission und auch des Rates nicht, sondern wir wollen Fakten sehen. Wir haben im Februar einer Verlängerung des zweiten Hilfspaketes zugestimmt und haben gesagt: Am Ende der Laufzeit müssen die Fakten auf den Tisch. Wir wollen sehen: Welche Reformen sind seit Februar umgesetzt worden, welche tragfähigen Reformen hat Griechenland vor und zwar ernsthaft und nicht nur wieder mit Show und auf dem Papier. Dann werden wir sehen, ob das zu irgendeiner vernünftigen Folge führen kann. Taschenspielertricks, die zu neuem Geld führen, ohne dass man ernsthafte Reformen macht, kommen nicht infrage und werden von uns abgelehnt.”

Zu einem Verbleib Griechenlands in der Eurozone:

“Griechenland muss nicht im Euro bleiben. Ich habe schon seit 2009 empfohlen, Griechenland muss aus dem Euro heraus, weil diese sehr schwache, unterentwickelte Wirtschaft unter Euro-Bedingungen einer harten Währung nicht wettbewerbsfähig ist. Man hat inzwischen diese Wettbewerbsfähigkeit auch nicht erreicht. Trotzdem immer die Hoffnung natürlich der europäischen Freunde, dass man Griechenland retten kann. Nur – ich bin nicht sehr optimistisch nach allem, was wir jetzt mit dieser Regierung erleben.”

Raffi

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